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KI-Sicherheitsforscher Greenblatt: KI-Labore rüsten weiter, weil jeder sich für verantwortungsvoller hält

Ryan Greenblatt, Chefwissenschaftler von Redwood Research, schätzt das Risiko einer KI-Übernahme auf dem derzeitigen Pfad auf 50 bis 60 Prozent. Sam Harris hält das für unvereinbar mit dem Tempo der Branche: Die Forscher des Manhattan-Projekts hätten bei zehn Prozent abgebrochen. Greenblatt erklärt das mit der Wettlauflogik von Anthropic und OpenAI und setzt auf ein internationales Abkommen.

Read full article about: Roboter mit integriertem GPT-6 Astra räumt eigenständig eine Küche auf

Ein weiterer Test zeigt, dass GPT-6 Astra gut mit Robotern kann: Forscher von Stanford und Caltech haben mit HomeBody ein System vorgestellt, das einen Unitree-G1-Roboter eigenständig durch eine unbekannte Küche navigieren, aufräumen und Gegenstände aus Schubladen holen lässt.

HomeBody verzichtet auf eine trainierte Steuerungsschicht zwischen Sprachmodell und Roboter. Stattdessen ruft ein austauschbares Vision-Language-Model (VLM) – hier GPT Astra – direkt eine erweiterbare Bibliothek von Fähigkeiten wie Greifen, Navigieren oder Schubladen-Öffnen auf. Der Roboter erkundet zunächst den Raum, baut einen digitalen Zwilling in Nvidias Isaac Sim und speichert Objekte und Orte in einem räumlichen Gedächtnis. So findet er auch Gegenstände, die nicht mehr im Sichtfeld sind. Bei Aufgaben wie "Räum die Küche auf" plant das Sprachmodell die nächsten Schritte und korrigiert sich bei Fehlern selbst.

Einschränkungen sind laut den Forschern die Latenz von Astra, Überhitzung der Fingerservos und hohe Rechenkosten. Der Code ist auf GitHub verfügbar.

Schon zuvor bescheinigte ein Benchmark Astra stark verbessertes räumliches Verständnis, ein anderer zeigte mögliche Defizite bei der Sicherheit eines Astra-Roboters. OpenAI hat bereits angekündigt, wieder in Robotik einsteigen zu wollen, auch für die persönliche Nutzung.

KI-Agent optimiert Token-Kosten: Nvidia spart fast 50 Prozent bei Coding-Agenten durch bessere Steuerung

SoL-Pi optimiert die Steuerungsschicht zwischen Agent und Umgebung und senkt den Token-Verbrauch von Coding-Agenten um bis zu 49 Prozent bei nahezu gleicher Leistung. Ein Research-Agent durchsuchte dafür 152 Ansatzrichtungen in über 3.000 Durchläufen. Auf anderen Benchmarks fällt der Vorteil geringer aus.

Read full article about: Claude findet CRISPR-ähnliches Enzymsystem, doch Kritiker sehen keinen Durchbruch

Anthropics KI-Modell Claude hat in einer weitgehend autonomen Analyse ein bisher unbekanntes Enzymsystem in DNA-Datenbanken identifiziert. Forschungsfrage und Laborversuche gaben Menschen vor. Das System ähnelt der Genschere CRISPR.

Laut Anthropic ist es eine der ersten Entdeckungen des Biologielabors in der Bay Area, das im Frühjahr 2026 gegründet wurde. Rund 950 KI-Agenten durchsuchten 21 Stunden über 200.000 Reverse Transkriptasen (Enzyme, die RNA in DNA umschreiben). Sie fanden sich wiederholende DNA-Sequenzen neben einem ungewöhnlichen Enzym. Das System namens „ART“ kommt meist in Bakteriophagen vor, also in Viren, die Bakterien befallen. Seine Funktion ist noch unklar.

Lucas Harrington sieht den Fund nüchterner. Er promovierte bei Nobelpreisträgerin Jennifer Doudna, Mitentdeckerin von CRISPR-Cas9, und gründete mit ihr Mammoth Biosciences, das selbst mit Genome Mining nach CRISPR-Systemen sucht. Die Methode sei seit Jahrzehnten etabliert, schreibt er auf X, ähnliche Systeme kenne man seit 2008. Schwierig sei herauszufinden, was das System tut, und das habe Anthropic nicht gezeigt. Frühe Ergebnisse als große Entdeckung zu präsentieren, sei nicht hilfreich.

Read full article about: Anthropic baut eigenes Biologielabor für KI-gestützte Medikamentenentwicklung auf

Anthropic baut ein eigenes Biologielabor auf, um KI-gestützte Medikamentenentwicklung über reine Computersimulationen hinaus voranzutreiben. Das Labor im Raum San Francisco soll physische Experimente ermöglichen, berichtet Reuters. Damit geht das KI-Startup den Schritt von einem reinen Software-Unternehmen zum Biotech-Betrieb mit eigener Laborinfrastruktur.

Claude soll Roboter anleiten, Experimente weitgehend ohne menschliches Eingreifen durchzuführen. Dafür hat Anthropic Claude Science und den Model Hardware Standard zur Steuerung von Laborgeräten veröffentlicht. Menschliche Aufsicht bleibe aber aus Sicherheitsgründen nötig, so das Unternehmen.

Life-Sciences-Chef Eric Kauderer-Abrams sieht das größte Potenzial bei bisher als "undruggable" geltenden Krankheiten, also Leiden, für die es bislang keine Therapie gibt. KI könnte etwa die Entwicklung komplexer Antikörper beschleunigen, die mehrere Ziele gleichzeitig angreifen.

Anthropic hatte im April das Startup Coefficient Bio für rund 400 Millionen Dollar übernommen und Novartis-CEO Vas Narasimhan in den Vorstand geholt. Klinische Studien will Anthropic laut dem Bericht vorerst nicht selbst durchführen, um nicht mit Pharmakonzernen zu konkurrieren.